Ausrüstung: was ins Handgepäck gehört

Redaktion · aktualisiert 27.10.2026 · 3 Min. Lesezeit

Wenig, aber gut: Deine Ausrüstung muss in einen Rucksack passen, einen ganzen Arbeitstag durchhalten und durch die Sicherheitskontrolle kommen. Und wenn etwas kaputtgeht oder gestohlen wird, darf das deine Arbeit höchstens einen Tag aufhalten.

Inhalt
  1. Die Grundausstattung
  2. Akkus im Flugzeug
  3. Daten sichern: drei Kopien, zwei Orte
  4. Sicher im fremden WLAN
  5. Wenn etwas kaputtgeht oder gestohlen wird
  6. Versicherung
  7. Häufige Fragen

Die Grundausstattung

GegenstandWarum
Laptop mit LadegerätDas Arbeitsgerät. Ein Ersatz-Ladegerät kostet wenig und rettet den Tag, wenn das erste kaputtgeht.
Headset mit MikrofonCalls in Cafés, Coworking Spaces und dünnwandigen Wohnungen
Faltbarer Laptopständer, kleine Tastatur und MausBildschirm auf Augenhöhe an Küchentischen; schont Nacken und Rücken
Reiseadapter mit MehrfachsteckerEin Adapter, mehrere Geräte
PowerbankHandy als Hotspot, Stromausfälle, Reisetage
Kleine externe Festplatte oder SSDZweite Datensicherung, getrennt vom Laptop
Zweites Handy oder Dual-SIMDeutsche Nummer für Bank-Bestätigungen, lokale SIM für Daten
Empfehlungen der Redaktion.

Prüf vor der Reise, ob dein Bank-Verfahren zur Freigabe von Zahlungen im Ausland funktioniert, wenn du eine lokale SIM einlegst. Verlierst du den Zugang zur deutschen Nummer, kommst du an manche Konten nicht mehr heran. Mehr dazu unter Bankkonto und Geld im Ausland.

Akkus im Flugzeug

Das Luftfahrt-Bundesamt empfiehlt, Laptops im Handgepäck mitzunehmen; im aufgegebenen Gepäck nur ganz ausgeschaltet, nicht im Ruhezustand. Lithium-Ionen-Akkus bis 100 Wattstunden sind erlaubt, bis 160 Wattstunden nur mit Genehmigung der Airline. Ersatzakkus und Powerbanks gehören ausschließlich ins Handgepäck, ihre Pole schützt du gegen Kurzschluss, etwa mit Klebeband oder einer eigenen Hülle. Airlines dürfen strengere Regeln haben, zum Beispiel zur Nutzung von Powerbanks an Bord; lies vor dem Flug die Regeln deiner Airline.

Die Wattstunden stehen auf dem Akku. Steht dort nur die Kapazität in Milliamperestunden, rechnest du: Milliamperestunden mal Volt geteilt durch 1.000. Eine Powerbank mit 20.000 mAh und 3,7 Volt hat 74 Wattstunden.

Daten sichern: drei Kopien, zwei Orte

Ein gestohlener Laptop ist ärgerlich, verlorene Arbeit ist schlimmer. Halte deine Daten an drei Stellen: auf dem Laptop, in einer Cloud und auf einer kleinen Festplatte, die nicht in derselben Tasche reist wie der Laptop. Richte die Cloud-Sicherung automatisch ein, die Festplatte sicherst du einmal pro Woche.

Schalte die Festplattenverschlüsselung von Laptop und externer Festplatte ein, und sperr den Bildschirm mit Passwort. Dann ist ein Diebstahl ein Sachschaden, aber kein Datenleck. Bist du angestellt, gelten die IT-Vorgaben deines Arbeitgebers; oft sind Verschlüsselung und Firmen-VPN Pflicht.

Sicher im fremden WLAN

Das BSI empfiehlt in öffentlichen Netzen ein VPN und rät, die automatische Verbindung mit bekannten Hotspots abzuschalten, weil Angreifer Netze mit vertrauten Namen nachahmen. Sensible Vorgänge wie Online-Banking erledigst du besser über deine mobilen Daten. Mehr unter Internet unterwegs.

Wenn etwas kaputtgeht oder gestohlen wird

  • Notfallplan: Mit welchem Gerät arbeitest du morgen weiter? Ein Tablet mit Tastatur oder ein günstiger Zweitlaptop in der Cloud angemeldet kann eine Woche überbrücken.
  • Seriennummern und Kaufbelege fotografieren und in der Cloud ablegen. Polizei und Versicherung fragen danach.
  • Gerät orten und löschen: Richte die Ortungs- und Fernlöschfunktion deines Betriebssystems vor der Reise ein.

Versicherung

Ob eine Elektronik- oder Hausratversicherung bei Diebstahl und Schäden im Ausland zahlt, steht im Vertrag. Lies vor der Reise nach, für welche Länder und wie lange der Schutz gilt, ob einfacher Diebstahl oder nur Einbruch versichert ist und ob beruflich genutzte Geräte eingeschlossen sind. Gibst du deine Wohnung in Deutschland auf, kann eine Hausratversicherung ganz entfallen.

Häufige Fragen

Darf eine Powerbank ins Flugzeug?

Ja, aber nur im Handgepäck. Bis 100 Wattstunden ist sie laut Luftfahrt-Bundesamt erlaubt, bis 160 Wattstunden nur mit Genehmigung der Airline. Die Pole schützt du gegen Kurzschluss. Airlines dürfen strengere Regeln haben.

Was brauche ich als digitaler Nomade an Ausrüstung?

Laptop, Headset, Laptopständer mit Tastatur und Maus, Reiseadapter mit Mehrfachstecker, Powerbank, eine externe Festplatte für die Datensicherung und ein Weg, deine deutsche Handynummer für Bank-Bestätigungen zu behalten. Wichtiger als mehr Geräte ist ein Plan, wenn eines ausfällt.

Quellen

Geprüft am 27.10.2026. Gesetze, Visa-Bedingungen und Gebühren ändern sich; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Fassung bei der zuständigen Stelle. Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

  1. Luftfahrt-Bundesamt: Elektronische Geräte im Passagiergepäck
  2. BSI: Sicherheitstipps für privates und öffentliches WLAN
WeiterlesenZeitverschiebung: Arbeiten mit dem Team zu Hause →